Projekt: Polizeipräsidium Düsseldorf

Realisierungswettbewerb zur Instandsetzung und Erweiterung des Polizeipräsidiums Düsseldorf, 2011.
In Zusammenarbeit mit rheinflügel Severin und JBBUG, Johannes Böttger Büro Urbane Gestalt, Tragwerksplanung: osd Ingenieure Klaus Fäth + Harald Kloft


Das erweiterte Polizeipräsidium macht Stadt. Die vorgeschlagene Lösung integriert den Gebäudekomplex stärker als zuvor in den städtebaulichen Kontext. Die Fortsetzung von Straßenfluchten wie die Öffnung der städtebaulichen Achse für Fußgänger tragen wesentlich dazu bei. Zudem begreift sich die Architektur des Erweiterungsbaus als Teil eines größeren Ganzen. Die Identität des Regierungsviertels wird unterstützt. Der Charakter der Bestandsgebäude bleibt nicht nur erhalten, mehr noch interpretiert der Neubau die Architektur dieser Gebäude und setzt sie in ihrer Struktur typologisch fort. Dies ermöglicht eine kohärente Gestalt im Zentrum des Düsseldorfer Regierungsviertels, welches an Urbanität gewinnt.

Entlang der städtebaulichen Achse entsteht eine neue Fassade, in der sich Neubau und Bestand abwechseln. Der Neubau setzt mit seiner Lochfassade den Altbau flächenbündig fort, doch unterscheiden sich Material und Fensterformate. Anstatt Ziegel ist eine Natursteinfassade aus Muschelkalk vorgesehen, dem Material des Altbausockels. Die Fenster sind deutlich größer als im Bestand. Sie variieren in der Position, sodass ein belebtes Fassadenbild entsteht. Das spielerische Element trägt zusammen mit den großen Öffnungen und dem hellen Fassadenmaterial dazu bei, das bauliche Bild der Polizei in Düsseldorf positiv zu verändern. Die Polizei erhält mit dem Erweitungsbau des Präsidiums ein neues Gesicht. Offen und bürgernah gibt sich vor allem die architektonische Adresse am Jürgensplatz, die nun bereits vom Innenministerium eindeutig zu erkennen ist.

Lageplan
Perspektive
Bürogrundriss
Baustufen